Spenderblut wird knapp
Laut einer Studie des Deutschen Roten Kreuzes nimmt die Bereitschaft der Deutschen zur Blutspende zu gehen dramatisch ab. Nicht einmal mehr drei Prozent der Deutschen zwischen 18 und 68 Jahren geht regelmäßig zur Blutspende, vor zehn Jahren war die Zahl der Spender noch doppelt so hoch. Sinkt die Zahl der Blutspender weiter, dann befürchten Experten, dass es schon 2015 zu gefährlichen Engpässen kommen kann.
Dazu kommt, dass viele Spender nicht mehr in Frage kommen, was vor allem an der Umstellung der Ernährung liegt. Viele Menschen ernähren sich zum Beispiel nur noch von weißem Fleisch, also Geflügel oder Fisch und nicht mehr vom gehaltvolleren Schweine- oder Rindfleisch. Der Konsum von Tabletten ist größer geworden und viele ältere Menschen können auf Grund von Erkrankungen gar nicht mehr spenden.
Gleichzeitig steigt aber die Nachfrage nach Blutkonserven, denn es gibt eine Reihe von neuen Operationsmethoden, die ohne Spenderblut nicht mehr auskommen. Ärzte rechnen damit, dass in den nächsten Jahren ca. 80% mehr Spenderblut gebraucht wird, als momentan zur Verfügung steht.