Wenn die Zufuhr zur Lunge “verstopft” ist!

Es kann auch ganz junge Menschen treffen, und die Folgen können fatal, womöglich lebensbedrohend, sein. Eine  Lungenembolie, auch Lungenarterienembolie oder Pulmonalarterienthrombembolie genannt, entsteht durch die Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge. Auslöser und Übeltäter sind meist Blutgerinnsel, die von einem so genannten Thrombus, einem größeren Blutpfropf also, ausgehen. Der sitzt bei Lungenembolien meist in Bein- oder Beckenvenen. Auslöser der Verstopfung könn(t)en aber auch Gasbläschen, beispielsweise nach einem Tauchunfall, sein. Als weitere mögliche Ursache gelten Fruchtwasserembolien bei gebärenden Frauen.

Die Bildung einer Thrombose kann zudem, auch das hören wir immer wieder, gerade zur Reise- und Ferienzeit, durch langes, beengtes Sitzen im Flugzeug, Bus oder Auto begünstigt werden. Dem lässt sich durch Bewegung, reichliches Wassertrinken und bequeme(re) Kleidung aber recht gut vorbeugen, sagen die Experten.

Anzeichen einer Lungenembolie sind Schmerzen im Brustbereich, Kurzatmigkeit und/oder ein beschleunigter Herzschlag. Ein echter Notfall, bei dem umgehend der Notarzt allarmiert werden muss, betont die “Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin”, kurz DGP (www.pneumologie.de).

Wie schwer eine Embolie verläuft, hängt auch und gerade von der Ausdehnung des Gefäßverschlusses (sind “nur” ein oder gar mehrere Gefäße betroffen?) und damit letztendlich von der Größe des nicht mehr durchbluteten Lungenareals ab. Ist eine große Lungenarterie verschlossen, kann es laut DGP zu einem akutem Herzversagen und einem Sauerstoffmangel in allen Organe kommen. Ein Grund, weswegen jede Lungenembolie potentiell lebensgefährlich ist sofort von einem erfahrenen Ärzteteam (unter anderem mit Sauerstoff sowie blutgerinnungshemmenden, das heißt den Pfropf auflösenden Medikamenten) behandelt werden muss.
Zu den Risikogruppen zählen Lungen- und Herzkranke, Menschen mit Krampfadern oder einer Venenschwäche. Auch Raucher, Schwangere, Übergewichtige und Bluthochdruckpatienten gelten als gefährdet. Zudem können eben auch Reisen oder aber bestimmte Medikamente als Ursache bzw. Risikofaktor ausgemacht werden.

Nach Herzinfarkt und Schlaganfall zählt die Lungenembolie leider, das muss man so klar sagen, zu der nächst häufigen, tödlich verlaufenden Kreislauferkrankung. Die Prognose ist daher nicht immer gut, und allein Schnelligkeit lebensrettend!

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