Archiv für Juni 2009
Zahnimplantat
Unter einem Zahnimplantat versteht man einen Fremdkörper, der in den Kieferknochen eingesetzt wird und dauerhaft dort verbleibt. Der Begriff leitet sich dabei aus dem lateinischen Sprachgebrauch ab, wo die Silbe „in“ bzw. „im“ soviel bedeutet, wie „in“ oder „hinein“ und der Termini „Planta“ in etwa mit „Steckling“, „Setzling“ übersetzt werden kann. Implantate werden häufig als Träger von Zahnersatz verwendet und übernehmen somit die Funktion künstlicher Zahnwurzeln. Dabei werden Zahnimplantate über ein Schraubgewinde in den Kieferknochen eingedreht (sog. enossale Implantate) oder teilweise auch einfach nur eingesteckt. Innerhalb von drei bis maximal sechs Monaten verbinden sich die Implantate dann mit dem umgebenden Knochen zu einer festen und normal belastbaren Einheit.
Caritas
Unter der Bezeichnung „Caritas“ wird die katholische Hilfsorganisation bezeichnet, die als soziale Hilfsorganisation im medizinisch-pflegerischen Bereich zahlreiche Vereine und Unterverbände umfasst. Weltweit umfasst das Netzwerk etwa 162 Organisationen. Das evangelische Gegenstück zur Caritas ist die Diakonie, die ebenfalls im medizinisch-pflegerischen sowie im sozialen Bereich tätig ist. Der Verband, der seinen Hauptsitz in Freiburg hat, ist förderal aufgebaut, wobei er aus diversen Unterverbänden inkl. der jeweiligen Landesverbände besteht. Das internationale Projekt der Caritas ist Caritas International (CI), als ein Hilfswerk für die internationalen Hilfsbeteiligungen der deutschen Caritas. Es leistet u.a. Katastrophenhilfe und kümmert sich um die Pflege alter sowie behinderter und kranker Menschen.
Homöopathie
Die Homöopathie, deren Begriff sich aus dem griechischen Sprachgebrauch ableitet, ist eine – außer in Deutschland – in nahezu allen anderen europäischen Ländern und den meisten außereuropäischen Ländern anerkannte alternative medizinische Fachrichtung, die in großen teilen auf den natürlichen Wirkungen und Erkenntnissen beruht. Hier wird nahezu vollständig ohne chemische Zusätze, dafür aber mit von alters her überliefertem Wissen und auf natürlich-pflanzlicher Basis mit sehr guten medizinischen Erfolgen gearbeitet. Von diesen ist die üblicherweise in Deutschland vertretene Schulmedizin ja leider in vielen Fällen weit entfernt. Der wichtigste Grundsatz der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip, nach dem Ähnliches mit Ähnlichem geheilt bzw. behandelt werden sollte. Sinnigerweise beruht diese medizinische Richtung auf den Erkenntnissen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann, der diese Wirkungen 1796 erforschte und erfolgreich anwendete.
Chirurgie
Im Rahmen der Chirurgie werden Erkrankungen und bzw. oder Verletzung vornehmlich durch die handwerkliche Geschicklichkeit des behandelnden Arztes (Chirurgen) behandelt. Hierbei erfolgt in der Regel eine instrumentelle und eine manuelle Einwirkung auf den Körper des Patienten. Diese instrumentelle und manuelle Einwirkung wird als Operation bezeichnet. Hierbei sind Übergänge und Verflechtungen zu anderen medizinischen Fachgebieten, wie der Intensivmedizin, der Notfallmedizin, der Kardiologie der inneren Medizin und der Anästhesie vorhanden. Auch wird der Begriff der Chirurgie häufig verwendet, wenn damit die entsprechende Station bzw. fachliche Abteilung eines Krankenhauses gemeint ist. Wir werden künftig näher auf die einzelnen Bereiche der Chirurgie und die Verflechtungen zu anderen medizinischen Fachbereichen eingehen und auch aktuelle medizinische Forschungsergebnisse und Methoden dieses Fachbereiches liefern.
Arzneimittel
Der Begriff des Arzneimittels oder der sog. Pharmaka ist aus dem griechischen Sprachgebrauch abgeleitet und bedeutet dabei in etwa soviel wie Gift, Droge oder Arznei. Unter einem Arzneimittel ist laut dem deutschen Arzneimittelgesetz (AMG) alle Stoffe und auch alle Zubereitungen aus Stoffen zu verstehen, die am oder im menschlichen oder tierischen Körper zur Anwendung kommen, um Körperschäden, Krankheiten oder krankheitsbedingte Leiden sowie krankhafte Beschwerden sonstiger Art zu erkennen, zu lindern, zu heilen oder auch zu verhüten. Dabei sollen mit Hilfe der verschiedenen Arzneimittel körperfremde und schädliche Stoffe aber auch Parasiten und andere Erreger von Krankheiten entweder komplett beseitigt oder unschädlich gemacht werden. Des weiteren soll mit Hilfe der Arzneimittel – die nicht immer Medikamente sein müssen – der körperlich funktionale Zustand, die seelischen Zustände des Patienten sowie die Funktionen und die Beschaffenheit des Körpers des Patienten erkannt und bzw. oder beeinflusst werden. Teilweise soll ein Arzneimittel auch körpereigene bzw. vom tierischen oder menschlichen Körper erzeugte Körperflüssigkeiten oder Wirkstoffe ersetzen.
Therapeut
Der Therapeut, dessen Begriff aus dem altgriechischen Sprachgebrauch entstammt und dort in etwa so viel bedeutet, wie Diener, Aufwartender, Wärter oder Pfleger (was dem heutigen Sprachgebrauch recht nahe kommt), ist in der heutigen Tätigkeit innerhalb der Heilberufe ein Anwender eben dieses Heilberufes bzw. der dazu gehörenden Verfahren und Methoden. Somit kann ein behandelnder Arzt genauso als Therapeut verstanden werden, wie ein Psychotherapeut innerhalb einer Klinik oder einer ambulanten Therapie. Aber auch innerhalb der Berufe der Physiotherapie, der Logopädie und der Ergotherapie spricht man von Therapeuten. Der Begriff bzw. die Berufsbezeichnung des Therapeuten findet somit vor allem in den sog. medizinischen Fachberufen, in den Heilberufen und in der klinischen Psychologie ihre verbreitete Anwendung.
Ergotherapie
Die Ergotherapie, deren Begriff aus dem griechischen Sprachgebrauch abgeleitet ist, wird als medizinisches Heilmittel eingesetzt, um Menschen zu behandeln, die an motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, psychosozialen, neurophysiologischen oder neuropsychologischen Erkrankungen leiden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Therapie
In der Medizin wird mit dem Begriff der Therapie, der übrigens aus dem griechischen Sprachraum stammt, flächenübergreifend die Behandlung von Verletzungen, Erkrankungen und dauerhaft anhaltenden krankhaften Symptomen bezeichnet. Der Therapeut hat somit das Ziel, eine Heilung bzw. zumindest eine dauerhafte Linderung der betreffenden Symptome und bzw. oder Beeinträchtigungen herbeizuführen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Kur
Sinn und Zweck einer Kur im medizinischen Sinne ist es, eine schwache Gesundheit zu stärken, sowie die Genesung bei Krankheiten und Gebrechen vielerlei Arten aktiv zu unterstützen. Eine Kur erfolgt deshalb in dafür vorgesehenen und klimatisch geeignet Heilbädern und Kurorten, in der Regel während eines sog. stationären Aufenthaltes des Patienten. Dabei kann eine Kur kassenärztlich und bzw. oder privatärztlich verordnet werden, oder auch als sog. private Kur im Rahmen einer Urlaubsreise durchgeführt werden. Die Genehmigung einer Kur unterliegt aber gerade in Deutschland extrem strengen Auflagen (und vieler weiterer bürokratischer Wege), so dass es hier am besten ist, nach ärztlicher Empfehlung eine private Kur anzustreben, um auch wirklich eine geeignete Behandlung mit gut geschultem Personal und einer entsprechend positiven Wirkung genießen zu können. Ihr Hausarzt oder der jeweils behandelnde Facharzt wird Sie dabei sicher gerne umfassend und kompetent beraten und in der Wahl unterstützen.
Gesundheit

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Laut der Definition der Weltgesundheitsorganisation ist die Gesundheit „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Allerdings ist diese Definition nicht die einzige gebräuchliche Auslegung. Ein weitere Erklärung dieses Begriffs, die aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich stammt, besagt zum Beispiel, dass Gesundheit eine zufriedenstellende Entfaltung der eigenen Selbständigkeit und des eigenen Wohlbefindens in den Lebensaktivitäten bedeutet. Nach Monika Krohwinkel sind Krankheit und Gesundheit vor allem sog. dynamische Prozesse, welche für medizinisches und pflegerisches Personal aber auch für das sonstige Umfeld als Fähigkeiten und auch als Defizite erkennbar sind. Monika Krohwinkel definiert die Unabhängigkeit und das Wohlbefinden eines Menschen somit auch als subjektiv empfundene Teile der jeweiligen Gesundheit eines Menschen.