Das leidige Thema „Passivrauchen“
Den meisten Rauchern hängt das Geschimpfe der Nichtraucher aus den Ohren und sie reagieren mittlerweile aggressiv auf Antiraucher-Kampagnen. Warum ist der Raucher nicht einsichtig, wenn er doch weiß, er schädigt sein Umfeld mit seinem Verhalten? Vielleicht geht die Aufklärung einfach in die falsche Richtung. Dem Raucher wird immer wieder sein Rauchen vorgehalten, statt dass er genau verstehen kann, was er seinem Umfeld wirklich antut.
Passivrauchen bedeutet nicht, dass man jemanden gleich schädigt, wenn man sich in der Öffentlichkeit eine Zigarette anzündet. Passivrauchen bedeutet, dass das Verglimmen in einem Aschenbecher oder der Nebenstromrauch einer Zigarette wesentlich gefährlicher ist, als das, was der Raucher einatmet, weil die Temperatur des passiven Rauches wesentlich geringer ist und die Partikel dadurch schädlicher sind.
Passivrauchen bedeutet auch, dass sich der entstandene Feinstaub einer Zigarette in den Teppichen, den Vorhängen und Tapeten einer Wohnung ablagert. Dieser wird immer wieder durch Luftbewegungen aufgewirbelt und gelangt somit immer wieder in die Lunge derjenigen, die sich in diesem Raum aufhalten.
Diese Rauchpartikel, die sich überall festsetzen, sind wesentlich kleiner als die, die vom Raucher selbst eingeatmet werden und damit dringen sie tiefer in die Alveolen der Lunge ein. Vielleicht führen Aufklärungsseiten dazu, dass Raucher mehr Verständnis für ihr Umfeld entwickeln.
Naja, so ganz kann ich das nicht nachvollziehen, denn wenn es erst einmal in den Vorhängen, Tapeten etc. hängt, wird wohl eher nicht mehr aufgewirbelt. Wer schon jemals eine Raucherwohnung geputzt hat, weiß das. Das liegt nicht lose drauf, daß klebt.
Allerdings sind wir heut zu Tag in Innenräumen noch ganz anderen Schadstoffen ausgesetzt. Beim Betrieb von Laserdruckern, kommt es zu einem imensen Feinstaubanstieg in der Raumluft. In Tonerpartikeln sind Schwermetalle enthalten, die die Lunge beim Einatmen nachhaltig schädigen können.